Japan4Youth

Japan for Youth – Basic Trip, 15 Tage Reise

Highlights dieser Japan Jugendreise

Highlights dieser Reise

der „Weiße Reiher“, der goldene Pavillon, Manga & Anime Culture (Tokyo Games Show o.ä.), Metropole Tokio, Sakebrauerei, Kapselhotel, Himeji Castle

1. Tag – Going East

Am Flughafen Frankfurt treffen wir uns mit unserem Reiseleiter-san. Er wird auchSensoji - Donnertor unseren ganzen Japan-aufenthalt über bei uns sein, was uns aber nicht daran hindert, ihm schon vor Abflug ein Loch in den Bauch zu fragen. Vor unserer Ankunft im „Land der aufgehenden Sonne“ müssen wir aber erst noch elf Stunden Flug und sieben Zeitzonen überwinden.


2. Tag – Sushi in Narita

Wir sind da! Während unseres Zwischenstopps in Tokio-Narita muss ich gleich mal testen, ob das Sushi hier Sushi in Japan wirklich besser schmeckt als zu Hause. Zu meinem großen Erstaunen ist es dann sogar auch noch weitaus billiger. Und das am Flughafen! Die meisten in der Gruppe sind erst mal vorsichtiger und versuchen sich lieber an Gekochtem. Ich kann sie verstehen, der Curryreis sieht ebenfalls verdammt lecker aus.
Nach einem kurzen Weiterflug landen wir in Osaka und fahren weiter nach Kobe.


3. Tag – Welcome to Japan

Ein Stadtrundgang durch Kobe – Japans wichtigste Hafenstadt – führt uns heute vom Rathaus, von dem man einenRainbowbridge Tokyo herrlichen 360 Grad-Rundumblick genießen und dabei die längste Hängebrücke der Welt erspähen kann, zum Hafen. Hier befindet sich eine kleine Galerie zum großen Erdbeben von 1995. Es dauerte 20 Sekunden, erreichte eine Stärke von 7,2 und forderte über 6.000 Menschenleben. Ein paar Quadratmeter aufgebrochen­en Bodens und die Bilderfolge der Geschehnisse führen uns die gewaltige Intensität und die grausamen Folgen des Bebens vor Augen. Wir können wirklich von Glück sagen, dass Deutschland weitesgehend eine erdbebenfreie Zone ist.


Unterwegs in Chinatown
Vom Hafen wandern wir weiter nach „Nankinmachi“, Kobes Chinatown. Vor 120 Jahren entstand dieses Viertel, als chinesische Chinatown in Japan Immigranten dort einige Restaurants eröffneten. Die Stadt ist aber auch noch für etwas anderes berühmt: Japans zweitgrößtes zusammenhängendes Gebiet für die Sakeproduktion. Wir wagen am Nachmittag einen Blick hinter die Kulissen der Herstellung des berühmten Reisweins. Nur Alex hat bei der Weinprobe trotz Warnungen wohl ein wenig zu viel gewagt und fällt für den Abend vermutlich aus…!


4. Tag – Citytour Osaka

Der zentrale Bahnhof Umeda gleicht einem geschäftigen Ameisenhaufen, in dem eine Unmenge von Leuten in alle möglichen Japanerinnen im Kimono Richtungen durcheinander flitzen. Und direkt vor den Türen des Bahnhofs wartet Japans Moderne darauf, sich ihren Besuchern zu präsentieren. Wir verschaffen uns daher vorsichtshalber erst einmal einen Überblick über die Stadt Osaka vom Dach eines ihrer modernsten Gebäude, dem Umeda Skybuilding. In einer Höhe von 173m genießen wir den wunderschönen, weiten Ausblick auf die Stadt der Flüsse.

Verrückte Welt: Ein Riesenrad auf dem Department-Store
Keine zehn Schritte getan und schon stehen wir vor dem beeindruckenden Kaufhaus HEP5 mit eingebautem Riesenrad. Shopping, Riesenradfahren und Essen, alles in nur einem Gebäude! Nach diesem Abenteuer machen wir uns auf zu einem Einkaufserlebnis der anderen Art: in der Einkaufspassage Doguya-Suji gibt es alles für den Restaurantbedarf – inklusive der lustigen Plastikimitate von Gerichten, die fast jedes Restaurant in Japan zieren. Alex bekommt hier endlich sein ersehntes Chefkochmesser und ich finde das Plastiksushi mit Bier so klasse, dass ich mir direkt eins einpacken lasse. Mal sehen, wer sich zu Hause alles damit foppen lässt…!

Walhaie hautnah erleben
Zum Abschluss des Tages besuchen wir entweder das Schloss von Osaka oder das berühmte Aquarium der Stadt.
Das Schloss von Osaka wurde ursprünglich 1586 von dem berühmten Samurai Toyotomi Hideyoshi erbaut und war damals die größte Bauanlage des Landes. Von den obersten Stockwerken des Schlosses hat man eine lohnende Rundsicht über die Stadt.
Bei dem Wort Aquarium hab ich bisher ja immer eher an Goldfische gedacht, aber die Fischlein hier messen locker zehn Meter – echte Walhaie, zum Anfassen nah! Der Appetit auf Fisch ist mir jetzt erst mal vergangen, ich bestell mir zum Essen lieber ein Steak.


5. Tag – Weißer Reiher

Von Kobe aus fahren wir nach Himeji und gehen dort auf den Flügeln des „Weißen Reihers“, der Burganlage Himeji-jo, spazieren. 1580 von Toyotomi Hideyoshi,dem Himeji Burg zweiten Reichseiniger über­nommen, galt sie lange als uneinnehmbar. Die weißen Mauern brachten ihr den Spitznamen „Burg des weißen Reihers“ ein. Schon lange ein nationaler Kulturschatz, wurde Himeji-jo 1993 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Gleich neben der Burganlage liegt der Koko-en-Park, dessen neun unterschiedliche Gärten exakt die Umrisse von neun ehemaligen Samurai-Residenzen nachzeichnen. Im Anschluss daran geht es weiter nach Kyoto – ich bin schon riesig gespannt auf die alte Kaiserstadt mit ihren jahrhundertealten Kulturschätzen!


6. Tag – Kimono und Kaiser

Wir spazieren durch den altehrwürdigen Kaiserpalast in Kyoto, der für die Allgemeinheit nur an 8 Tagen im Jahr Geisha im Kimono zugänglich ist. Hier also haben die Kaiser fast 1.000 Jahre lang gelebt! Kein Wunder, dass sie das heute nicht mehr tun, ohne Klimaanlagen und anderen Annehmlichkeiten des modernen Lebens ist ihnen das wohl auch nicht mehr zuzumuten. Im Nishijin Textilzentrum kommen wir dann in den Genuss einer Kimono-Modenschau. Hübsch anzusehen sind die Mädchen dort ja schon, aber für mich wäre so ein Kleidungsstück vermutlich nichts – anziehen kann man sich so einen Kimono nämlich nicht ohne fremde Hilfe.

Ein Tempel aus purem Gold
Noch viel beeindruckender ist der goldene Pavillon (Kinkakuji). Die Konstruktion des offiziell Rokuonji genannten Tempels begann 1397 als Teil der Altersresidenz des Shogun Ashikaga Yoshimitsu. Nach dessen Tod im Jahre 1403 wurde der komplett mit Blattgold überzogene Kinkakuji zu einem Zen-Tempel umfunktioniert. Zum Abschluss gibt es dann so richtig Action: wir besuchen Eigamura, das größte Filmstudio Japans. Hier ist das alte Japan so perfekt nachgebaut, dass man sich im Tokio der Edo-Zeit wähnt. Wobei unser Reiseleiter-san sagte, dass es damals Edo und nicht Tokio hieß – sehr kompliziert das alles… Wie dem auch sei, hier sieht man sogar (fast) echte Samurai mit (fast) echten Ninja kämpfen und so richtig realistisch sieht das alles auch noch aus!


7. Tag – Tempel des klaren Wassers

Bei einem Rundgang im Bahnhof von Kyoto, einem Prunkstück der postmodernen japanischen Kiyomizudera Terasse Architektur, könnt ihr gleichzeitig den Spuren von Tezuka Osamu, dem „Gott des japanischen Manga“ folgen. Bewundert den Brunnen des Phönix, der Hauptfigur aus dem Manga „Hi no tori“, und besucht eine exklusive Filmvorführung eines nur hier gezeigten Animes. In einem angeschlossenen Fanshop findet ihr zudem eine breite Auswahl von Artikeln rund um die Welt von Tezuka Osamu. Nach unserem ersten Eindruck von Kyoto vertiefen wir diesen heute erheblich.

Nijo – Sitz der Shogune
Das Nijo-Schloss, erbaut in großer Pracht zur Demonstration der Macht der Shogune, steht in krassem Gegensatz zum bewusst einfachen Baustil der japanischen Kaiser. Sehr beeindruckend finde ich die bemalten Wände und Schiebetüren des Shogunschlosses und vor allem auch die quietschenden Nachtigallenböden, die Alarmanlage der damaligen Zeit. Anscheinend war man in Japan auch schon in vorelektronischen Zeiten recht pfiffig bei der Erfindung nützlicher Gimmicks. Nach einer kurzen U-Bahn-Fahrt und einem kurzen Fußmarsch sind wir beim Chion-in, dessen gewaltiges Eingangstor ziemlich beeindruckend ist. Nun steigen wir alle Treppenstufen zum Tempel hoch, was ja bekanntlich die Seele reinigen soll. Durch den Maruyama Park und den Yasaka-Schrein schlendern wir durch Ninenzaka und Sannenzaka – lange Gassen mit vielen kleinen Geschäften, in denen man uns gerne einige Köstlichkeiten zur Probe anbietet. Oben angekommen bietet sich uns ein herrlicher Ausblick über Kyoto, den wir vom riesigen Balkon des Kiyomizu-Tempels genießen. Unter der berühmten hölzernen Terrasse des „Tempels des klaren Wassers“ kann man das Quellwasser, das dem Tempel seinen Namen verleiht, probieren. Es wird gesagt, es habe heilende Kräfte. Da bin ich allerdings etwas skeptisch – wenn alle von derselben Schöpfkelle probieren, kann das so gesund nicht sein…


8. Tag – Nara: Buddha & Co

Unser heutiger Ausflug führt uns nach Nara, der ersten festen Hauptstadt Japans. Begrüßt werden wir von den treuen Blicken zahmer Hirsche, die als Symbol der Stadt Mönch in Nara gelten und außerdem recht frech um Futter betteln. Gleich zu Beginn des Rundgangs wartet mit dem Kofukuji ein großes Highlight auf uns. Es beherbergt die höchste fünfstöckige Pagode des Landes. Nach einem Besuch im direkt daneben gelegenen Nationalmuseum geht es gleich weiter zum „Großen Ost-Tempel“ (Todaiji-Komplex) – dem größten hölzernen Gebäude der Welt mit der größten bronzenen Buddhastatue Japans in seinem Inneren. Die Leistung der Architekten und Bronzegießer von vor über 1.000 Jahren ist schon äußerst beeindruckend, vor allem, wenn man weiß, dass man in Europa erst im 19. Jahrhundert dazu imstande war.

Spaziergang im Laternenschein
Anschließend wandeln wir noch durch die Reihen der 3000 Laternen, die den Kasuga-Schrein schmücken, den Familienschrein der Fujiwara-Familie, die über mehrere Jahrhunderte die Geschichte Japans mitbestimmte.


9. Tag – Affentheater

Boote auf Fluss Unser Zielhafen ist das malerische Arashiyama. Schon im 8. Jahrhundert kamen die Hofadligen hierher, um die Landschaft zu genießen. Wir besuchen auf einer kleinen Bergwanderung zuerst die dort lebenden Affen und fühlen uns gleich wie im Zoo. Nur diesmal andersrum, auf dem Gipfel des Iwatayama sind nämlich wir es, die im Käfig sitzen. Im Anschluss daran wandeln wir über die berühmte Togetsukyo-Brücke, schlendern durch Bambushaine und besichtigen den Zen-Tempel Tenryuji. Das UNESCO Weltkulturerbe ist mit einem in seiner ursprünglichen Form erhaltenen Landschaftsgarten aus dem 14. Jahrhundert geschmückt. Mit einem kurzen Abstecher durch die wunderschönen Bambuswälder endet dieser ereignisreiche Tag.


10. Tag – Ryokan

Wir verlassen Kyoto und fahren nach Gifu, gelegen im Zentrum Japans. Während der Fahrt mit dem Zug gewinnen wir immer mehr Eindrücke vom Land. Mit der Seilbahn geht es dann hinauf zur spektakulär gelegenen Essen im Ryokan Burg Gifu, die auf dem Gipfel liegt und von der man einen atemberaubenden Blick über die Ebene von Sekigahara bis hin zu den japanischen Alpen genießen kann. Im Anschluss daran erwartet uns im Shobo-Tempel die größte vergoldete Trockenlack-Statue Japans. Dieser große Buddha wurde 1832, nach 32 Jahren Bauzeit fertig gestellt und er ist wirklich beeindruckend. Weiter geht es nach Nagoya, wo wir das zweitwichtigste shintoistische Heiligtum des Landes, den Atsuta-Schrein besichtigen. Hier soll eine der kaiserlichen Reichsinsignien, das Schwert Kusanagi-no-tsurugi, auf­bewahrt werden. Da dieses aber top secret ist, darf es niemand außer Kaiser und hochrangiger Priester sehen. Ob es das Schwert dann überhaupt gibt? Auch egal. Nicht weit vom Schrein wartet unser Hotel auf uns – diesmal ein traditionell japanisches Ryokan. Auf das japanische Bad dort freu ich mich schon riesig!


11. Tag – Schnell, schneller, Schinkansen
Morgens begeben wir uns Richtung Bahnhof, wo schon unser Shinkansen-Superschnellzug auf uns wartet. Mit etwasShinkansen Fahrt auf Japan Reise Glück kann man auf dieser Fahrt wohl den heiligen Berg Fuji sehen, laut Reiseleiter-san ist dieses Glück aber nur wenigen vergönnt. Nach einer entspannten Fahrt (Alex hat sogar geschnarcht) heißt uns die Hauptstadt Japans willkommen. Unser Hotel liegt in Asakusa, einem der belebtesten Viertel Tokios. Im Hotel stellen wir erst mal unser Gepäck ab und kommen nach kurzem Fußweg zum berühmten Kaminari-Mon, dem Donner-Tor, unter dessen riesiger roter Laterne wir hindurchgehen und uns sogleich auf der Nakamise genannten Einkaufsstraße befinden. Hier bekommt man einfach alles Mögliche – und noch viel mehr alles Unmögliche…

Kultur pur
Endpunkt dieser Straße ist der Sensoji, besser bekannt als Asakusa-Kannon-Tempel, der im 7. Jahrhundert gegründet wurde, weil zwei Fischer eine Kannon-Statue aus dem Sumida-Fluss fischten und es deswegen für angebracht hielten, zu Ehren der Statue einen Tempel zu errichten. Auch heute noch wird er täglich von tausenden Gläubigen besucht. Nach dessen Besichtigung und ausgiebigem Souvenir-Shopping fahren wir mit dem Schiff auf besagtem Sumida-Fluss unter zahlreichen Brücken hindurch direkt zum Hamarikyu-Garten, dem einstigen Park der Shogune, bestens geeignet für Teezeremonien, Lustwandeln und Entenjagd.

Die In-Viertel Shibuya & Harajuku
Von hier nehmen wir die Tokio-Metro nach Shibuya, eines der Tokioter Szeneviertel und Tipp für die Nachtschwärmer. Japanreise für Jugendliche mit Shibuya Dort werdet ihr auch das Mandarake sehen, DAS Spezialgeschäft für Manga, Anime und alles, was dazu gehört. Vor allem die freundlichen Angestellten werden euch die reinste Freude bereiten, denn es dürfen in diesem Geschäft nur Leute arbeiten, die Spaß am Cosplayen haben. Nachdem dieses ausgiebig besichtigt ist, geht es weiter nach Harajuku, dem Traum aller japanischen Teenies. Weit ist es nun nicht mehr nach Shinjuku, dem Geschäftsviertel. Hoch hinauf fahren wir hier, auf einen der Zwillingstürme des Metropolitan Government Building. Von der 45. Etage hat man einen sagenhaften Ausblick auf die Stadt und bei gutem Wetter kann man sogar bis zum Fuji-san sehen. Laut Auskunft unseres Reiseleiter-san ist aber auch dieses Glück nur wenigen vergönnt…

Im „Bienenstock“
Abends übernachten wir dann in einem echten Kapsel-Hotel. Da bin ich ja wirklich skeptisch, vor allem nach dem ersten Blick auf unsere „Betten“ – das sieht ja aus wie in einem Bienenstock. Nach einem Probeliegen finde ich es jedoch ziemlich bequem, das „Zimmer“ hat einen Fernseher und auch sonst alles, was man so braucht, und das Bad ist einfach super!


12. Tag – Akihabara – Mekka des Anime

Nach einem Bummel über den belebten Ameya-Yokocho-Markt begeben wir uns zu einem Rundgang durch den Ueno-Park, Japans erstem Stadtpark. Diesen, bereitsCosplay -> Japan Jugendreise im Jahr 1882 gegründeten, Tierpark Japans kennt ihr sicher aus zahlreichen Manga und Anime. Ist hier doch der Ort, an dem typischerweise erste Dates zwischen einem meist unbeholfenem männlichen Hauptcharakter und seiner Angebeteten stattfinden, die ja angeblich gar nichts von Ersterem wissen möchte. Berühmt ist der Tierpark allerdings auch für seine niedlichen Pandas und eine Vielzahl anderer exotischer Tiere. Einen besonderen Reiz stellt die Tatsache dar, dass sich direkt neben dem Tierpark der Kanei-ji Tempel befindet, dessen fünfstöckige Pagode als Hintergrund für die Wildgehege des Tierparks ein einmaliges Panorama entfaltet.

Everything is possible
Freut euch, denn anschließend besuchen wir das Mekka der Anime und Manga Fans, Akihabara, die Heimat des „Train man“. Kaum aus dem Bahnhof heraus stehen wir schon vor dem Gamers Honten, einem fünfstöckigen Kaufhaus voll mit Artikeln, die euch die reinste Freude bereiten werden. Im Erdgeschoss findet man Zeitschriften und Neuheiten, im 1. Stock Manga und Artbooks, im 2. Stock DVDs und Blue Rays, im 3. Stock Videospiele, im 4. Modellbausätze und Goods und im 5. Trading Cards. Es gibt fast nichts, was es dort nicht gibt! Sobald ihr euch von diesem besonderen Kaufhaus lösen könnt, geht es weiter in die Hauptstraße, wo noch das Animate, Gamecenter und verschiedene Läden mit gebrauchten DVDs und Blue Rays auf uns warten. Auch werden wir Geschäfte finden, die die neuesten Elektronikartikel führen sowie einige Spezialläden für Dôjinshi, jene Fanmanga, die in Übersee kaum zu bekommen sind. Schon allein wegen der puren Menge, die hier zur Verfügung steht, dürftet ihr sicher etwas Passendes für euch finden. Zum Abschluss haben wir dann noch die Gelegenheit ein medo-kissa (maid-café) zu besuchen, einen jener geheimnisumwitterten Orte, die einem schon in so mancher Serie begegnet sind.


13. Tag – Nikko und seine Tempel

„Sage nicht „herrlich“, bevor du nicht Nikko gesehen hast.“ sagt ein japanisches Sprichwort. Auch, wenn ich bei solchen Sachen immer ziemlich skeptisch bin – Japan Reisen diesmal hat das Sprichwort tatsächlich recht. Die Anlagen sind einfach überwältigend. Schon der vor 1200 Jahren gegründete Rinnoji-Tempel stellt so manches in den Schatten, aber absolut phänomenal ist dann der Toshogu-Schrein mit dem Mausoleum des Reichseinigers und Begründers der Tokugawa- Dynastie, Ieyasu Tokugawa, dessen Enkel die Errichtung dieses überdimensionalen Grabmals Anfang des 17. Jahrhunderts in Auftrag gab. Wie schon das Nijo-Schloss in Kyoto, so ist auch dieses Gebäude mit fantastischen Schnitzarbeiten versehen. Umso weniger kann man eigentlich verstehen, dass sich bis vor gar nicht allzu langer Zeit fast niemand an der ganzen Pracht erfreuen durfte. Na gut, die Schlösser bei uns konnten ja auch nur auserwählte Kreise betreten…

Zittrige Knie
Im Futara-Schrein steht die „Geister-Laterne“, vor der nachts sogar schon mutige Samurai erschrocken sein sollen. Vielleicht wären wir besser im Dunkeln gekommen, um das nachvollziehen zu können? Im Anschluss daran sehen wir uns das Tayuin-Mausoleum an, das Grab des Erbauers des Toshogu-Schreins, Nummer drei in der langen Reihe der Tokugawa-Shogune. Nicht ganz so prächtig, aber ehrlich gesagt: Ich kann Japaner gut verstehen, die sagen, dass ihnen dieses Grabmal besser gefällt, als das andere – auch Schlichtes kann einen großen Reiz ausüben.


14. Tag – Messebesuch & Odaiba

geschäftiges Tokyo Ihr möchtet Tokio von seiner verspielten Seite sehen? Dann freut euch auf die kunstvoll angelegte Insel Odaiba. Am heutigen Morgen steht dort ein spannender Messebesuch an. Je nach Reisetermin unterscheidet sich das Programm an diesem Tag.

Tokio Anime Fair
Im März lädt die Animetauschbörse „Tokyo International Anime Fair“ ein: Heute wartet ein Ereignis der Superlative auf euch. Die Tokio Anime Fair ist eine der bekanntesten und größten Animemärkte in Japan. Rund 270 Aussteller , darunter auch 55 ausländische, stellen ihre neuesten Kunstwerke vor und buhlen um die Aufmerksamkeit der begeisterten Fans. Und das ist noch lange nicht alles. Darüber hinaus werden hier die Tokio Anime Awards verliehen, sodass man heute schon die Werke der Stars von Morgen begutachten kann. Über 100. 000 Besucher waren im Jahr 2007 auf der Messe, Tendenz steigend! Also – worauf warten wir noch?

Comiket
Im August und Dezember erwartet euch die Mangamesse Comiket: Heute ist der Tag auf den ihr schon so lange gewartet habt, der Tag des „matsuri“, des wichtigsten Festivals Comiket für Fans der japanischen Populärkultur überhaupt, es ist der Tag des Comiket. Über 500.000 Besucher bei zwei Veranstaltungen im Jahr können sich nicht irren, hier gibt es die größte Auswahl an Mangas, Animes, Dôjinshis und sonstigen Fanartikeln, die ihr je gesehen habt. Etliche Zeichner, beispielsweise die Superstars von CLAMP, haben hier ihr Debüt gefeiert und vielleicht ergattert ihr ja sogar das Erstlingswerk des neuen Stars im Manga-Universum. Früh morgens steht ihr auf und brecht von eurem Hotel aus auf nach Ariake, so dass ihr pünktlich um 9 Uhr die „heiligen Hallen“ betreten könnt.

Tokyo Game Show
Im September öffnet die Video- und Computerspielmesse „Tokyo Game Show“ (TGS) für euch ihre Pforten: Heute erlebt ihr mit einem Besuch der Tokyo Games Show Die Tokyo Games Show einen weiteren Höhepunkt eurer Reise. Auf dieser wichtigsten Ausstellung der japanischen Videospielindustrie seht ihr heute schon die Games, die erst in ein oder zwei Jahren auf Deutsch übersetzt werden, wenn überhaupt. Und nicht nur das, ihr dürft sie sogar noch ausprobieren. Erlebt einen unvergesslichen Tag in der Welt von Super Mario, Final Fantasy, Resident Evil und Co.

Homerun der Giants
Messebesuche sind nichts für euch? Kein Problem, denn es wartet ein weiteres Highlight auf euch: japanischer Baseball. Ob der Klassiker „Touch“ oder die aktuelle Serie „Major“, nicht wenige bekannte Manga drehen sich um eines der Lieblingshobbys japanischer Männer. Am heutigen Abend habt ihr die Gelegenheit in diese Welt hineinzuschnuppern, indem ihr ein Spiel der Yomiuri Giants, dem FC Bayern der japanischen Baseballliga, besucht. Im größten Stadion Japans, dem Tokyo Dome, erlebt ihr die Hingabe der japanischen Fans, wenn sie ihre Mannschaft anfeuern und mit etwas Glück könnt ihr sogar einige Homeruns bestaunen.

Rainbowbridge und Venus Fort
Nachmittags geht ihr entlang der Promenade des einzigen Sandstrandes von Tokio zum Gebäude von Fuji-Terebi. Ihr habt das Finale von Digimon gesehen, dann erwartet euch ein kleines „Aha"-Erlebnis.Rainbowbridge zum Venusfort Dieses wird sich dann fortsetzen, wenn ihr euch ein wenig umschaut und die Rainbowbridge in ihrer vollen Schönheit, aber auch den Tokio Tower bestaunt. Anschließend geht es weiter zum Toyota Showcase und zur Venus Fort, wo ihr schnell merkt, dass es in Odaiba neben zahlreichen Sehenswürdigkeiten auch tolle Orte mit Mitmachaktivitäten gibt. Ein Spaziergang vorbei am Riesenrad wird sich bestimmt lohnen, da dieser als heißer „Dating spot“ der Verliebten bekannt ist, also nichts wie hin! Im Venusfort, einer der ungewöhnlichsten Shoppingmeilen der japanischen Hauptstadt, werdet ihr feststellen, dass auch in Tokio ein Hauch von Venedig existiert. Im Toyota Showcase könnt ihr neben Autos wie der „Emeraude“ und der „Caldina“ (die Namen kommen einigen sicher bekannt vor ^^) schon heute die automobile Technik von Morgen beobachten und ausprobieren. Gegen Abend werdet ihr dann das große Riesenrad, ihr kennt es sicher aus dem Bleach-Movie „A middle of nowhere“, besteigen und erlebt einen atemberaubenden Ausblick aus bis zu 115m Höhe über die Lichterwelt des Hafens, des Tokio Towers und der Rainbowbridge. Diesen Anblick, bei dem ihr einen Eindruck der japanischen Vorstellung zum Begriff „Romantik“ erhaltet, werdet ihr sicher so schnell nicht vergessen.


15. Tag – Matane Japan

Tokyo bei Nacht - Japanreise Heute heißt es Abschied nehmen – Sayonara, Japan! Wobei „sayonara“ ja eigentlich heißt, dass man sich etwas länger nicht mehr sieht und gerade das hoffe ich nun wirklich nicht! Vielleicht sollte ich also lieber sagen: „Matane, Japan, bis demnächst!“

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