Japan4Youth

Japan for Youth – Advanced Trip 23 Tage

Highlights dieser Japan Jugendreisen


Highlights der Reise
Highlights der Reise

Business Knigge, Sprachkurs, Cosplay Culture, Bootsfahrt, Metropole Tokio, Ryokan-Übernachtung, Sakebrauerei, Kapselhotel, Shinkansenfahrt

1. Tag – Auf, auf ins ferne Japan

Geisha Kunst Treffpunkt ist der Flughafen Frankfurt, wo schon unser Reiseleiter auf uns wartet und herzlich in Empfang nimmt. Wenig später lassen wir uns in die bequemen Sitze der Japan Airlines fallen und unsere Japan Jugendreise kann endlich losgehen. Über Finnland, Nordrussland und die Kyril­len­inseln hinweg fliegen wir direkt nach Tokio. Japan wir kommen!

2. Tag – Willkommen in Fukuoka

Angekommen am internationalen Flughafen Tokio-Narita können wir bereits in der Duty-free Einkaufs-passage, Narita Nakamise, die ersten japanischen Läden unter die Lupe nehmen. Hier könnte man glatt vergessen, dass man sich in einem Flughafen befindet.Flughafen Narita Bei einem grünen Tee oder einem Café kann man die Flugzeuge starten sehen und wir brennen alle förmlich darauf weiterzureisen.
Nach einem kurzen Weiterflug landen wir in Fukuoka, die U-Bahn bringt uns mitten ins pralle Leben. Da stürze ich mich aber lieber erst morgen rein, für heute will ich erstmal schlafen. Gut, dass meine Gastfamilie für die nächsten vier Tage mich schon am Bahnhof erwartet und auch gleich mit nach Hause nimmt.

3. Tag – O-Tosan und O-Kasan – die Sprachschule beginnt

Ein Gedanke jagt mich morgens regelrecht aus dem Bett: Ob die hier wohl auch zum Frühstück Sushi essen? Darüber hatte ich noch gar nicht nachgedacht…! Erst am Frühstückstisch bin ich dann beruhigt – Toast, Reis, Suppe, Obst und Gemüse, fast wie zu Hause!
Von Aiko und Kei, den beiden Kindern, lerne ich dann auch gleich meine ersten japanischen Wörter: „O-Tosan“ heißt Vater und „O-Kasan“ Mutter. Gar nicht so einfach. Ein Glück, dass der Salat wenigstens „Sarada" heißt. Verhungern muss ich nun schon nicht mehr. In der Sprachschule lernen wir als erstes, uns zu begrüßen. Hoppla – da hab ich gestern Abend anscheinend was falsch gemacht. Gott sei Dank nimmt man das uns „Gaijin“ dann aber wohl doch nicht so übel.

Jugendliches Fukuoka

Am Nachmittag treffen wir unseren Reiseleiter-san wieder und sehen uns mit ihm zusammen Fukuoka an: den beliebten Ohori-Park mit einem hübschen Ohori Park Fukuoka japanischen Garten, den Kushida-Schrein, eine der wichtigsten religiösen Stätten in dieser Region, und das Einkaufszentrum Canal City, die pink-purpurblaue Vision einer Stadt in der Stadt, Einkaufszentrum und beliebter Treffpunkt der Jugend. Das muss ich mir genauer ansehen! Bis zu unserem gemeinsamen Abendessen ist es noch ein wenig hin, genug Zeit also zum Shoppen und Staunen.

4. Tag – Erdbeben

Nach dem japanisch Sprachunterricht geht's erst mal mit der U-Bahn zum Fukuoka City Museum. Dort erfahren wir so einiges zur Stadtgeschichte von Fukuoka, außerdem gibt es da das berühmte goldene Siegel zu sehen, das eine japanische Herrscherin vor 2.000 Jahren vom Kaiser von China bekommen haben soll. Ob das wohl echt ist, so neu, wie es aussieht?

Shake it

Im Fukuoka City Disaster Prevention Center gleich nebenan werden wir dann ordentlich durchgerüttelt. So ein Erdbebensimulator Disaster Prevention Center flößt einem richtig Respekt vor den Naturgewalten ein. Gut, dass wir jetzt wenigstens die Verhaltensregeln im Ernstfall kennen. Und bei der Taifunsimulation dort hätte es sogar beinahe unseren Karateka Alex umgehauen. Ein Glück, dass es im Anschluss wieder etwas ruhiger wird: auf dem Fukuoka-Tower sehen wir uns die Millionenstadt von oben an und Hawks Town lädt mit seinen zahlreichen Cafés, Restaurants, Geschäften und einem Spielcenter zum Bleiben ein. Ein ganzes Stadtviertel nur für einen Baseballclub – so mancher Fußballverein bei uns würde da grün vor Neid anlaufen. Vorausgesetzt, er hat die Farbe nicht eh schon in seinen Vereinsfarben?

5. Tag – Aso in Action

Schulfrei = Ausspannen? Wer redet hier von Ausspannen?! Bis auf Alex, der dank seines Erlebnisses im Taifunsimulator von Naturkatastrophen erst mal genug hat, Aso folgen alle unserem Reiseleiter-san frühmorgens zum Vulkan Aso. Er ist der größte aktive Vulkan Japans und einer der aktivsten Vulkane weltweit. Seine Caldera erreicht eine Ausdehnung von gigantischen 25km und beherbergt 5 Krater. Und wir haben natürlich nichts Besseres vor als uns den einzigen aktiven Krater, den Nakadake, mal genauer anzusehen. Gespannt blicken wir in den riesigen Krater, der nach einer aktiven Phase 1995 zu einem See geworden ist und dessen Farben von smaragdgrün bis türkisblau reichen.
Nach einer kurzen Fahrt nach Kumamoto führt uns unser Reiseleiter-san zur Burg von Kumamoto. Diese prächtige Festung wurde 1469 erbaut und zählt zu einer der Schönsten im ganzen Lande. Die Wände erzählen jahrhundertealte Geschichten und in den weiten Gängen des Schlosses kommt man sich wirklich vor wie ein Samurai… Spannung liegt in der Luft!


6. Tag – Business as usual

Auch heute haben wir natürlich wieder unseren japanisch Sprachkurs. Wenn das nur alles japanische Schülernicht so kompliziert wäre! Wenigstens lernen wir nachmittags beim Business-Knigge noch einiges, womit wir uns dann in wenigstens ein paar Situationen nicht mehr daneben benehmen – wenn ich das nur ein paar Tage früher schon gewusst hätte. Ein Glück, dass es meine Gastfamilie gewohnt ist, Ausländer bei sich aufzunehmen.

7. Tag – Die Schönheit Dazaifus

Nach unserem vormittäglichen japanisch Sprachkurs geht's raus ins Umland – nach Dazaifu, dem historischen Sitz der Provinzregierung Komyozenji Kyushus. Dort sehen wir im Zen-Tempel Komyozenji ein wunderschönes Beispiel für die berühmten japanischen Steingärten, ehe wir uns im Kyushu-Nationalmuseum, dem neuesten der vier Nationalmuseen Japans, über die alte Geschichte des Landes erkundigen. Im Anschluss daran besichtigen wir noch den Dazaifu-Tenmangu- Schrein, einen der bekanntesten Schreine in Japan, erbaut über dem Grab eines wichtigen Mannes mit traurigem Schicksal. So hübsch, wie es hier ist, verstehe ich zwar nicht ganz, warum das für den guten Mann so schrecklich gewesen sein soll, aber in alten Zeiten sah man das vermutlich noch anders.

8. Tag – Sprachkurs & Freizeit

Heute Vormittag haben wir unseren letzten japanisch Sprachkurs. Eine Sorge hab ich nun weniger: nach allem, was ich gelernt habe, werde ich mich die nächsten zwei Wochen wohl weitaus leichter durchschlagen können. Am Nachmittag ist Freizeit in Fukuoka angesagt – Zeit zum entspannen, das haben wir uns auch alle reichlich verdient…

9. Tag – Schwebender Schrein

Morgens fahren wir dann mit Japans berühmtem Schnellzug Shinkansen weiter nach Hiroshima – der Stadt, die durch den Itsukushima-ToriiAbwurf der ersten Atombombe auf besiedeltes Gebiet zu traurigem Ruhm gelangt ist.
Weiter geht's nach Miyajima, einer der Stadt vorgelagerten Insel, die als eine der drei schönsten Landschaften Japans berühmt ist. Das Torii des Itsukushima-Schreins dort soll aussehen, als würde es auf dem Wasser schweben. Zumindest dann, wenn gerade Flut ist. Jetzt verstehe ich auch, warum das Torii das meist fotografierte Motiv der Welt ist – die Japaner tragen selber viel zum Ruhm des Denkmals bei! Die gegrillten Austern sind allerdings ein Gedicht und allein deshalb schon einen Besuch der Insel wert.

Geheimnisvolle Tempel

Nach einer kurzen Wanderung erreichen wir die in den Bergen gelegene Daishoin Tempelanlage, die im 12. Jahrhundert gegründet wurde und eine der prachtvollsten Anlagen der Shingon Sekte darstellt. Eingetreten durch das Nioman Tor laufen wir vorbei an surrenden Gebetsmühlen die Anhöhe hinauf und dort warten sie schon auf uns und lächeln uns an – 500 kleine Buddha-Statuen. Ich möchte es natürlich genau wissen und schau mir jede Einzelne an. Und tatsächlich, sie besitzen alle unterschiedliche Gesichtsausdrücke.

10. Tag – Hiroshima

Heute Vormittag beschäftigen wir uns intensiver mit der Geschichte der Stadt: Wir durchwandern zuerst den Friedenspark, Friedensdenkmal Hiroshima besichtigen dann das Friedensmuseum (Peace Memorial Museum) und im Anschluss daran das Atombombenmuseum, wo man den Schrecken, den man nicht in Worte fassen kann, anhand von grausigen Ausstellungsstücken zu beschreiben versucht.
Mittags geht es dann von Hiroshima aus mit dem Shinkansen weiter nach Kobe.

11. Tag – Kobe

Ein Stadtrundgang durch Japans wichtigste Hafenstadt führt uns heute vom Rathaus, von dem man einen herrlichen 360 Grad-Rundumblick genießen und dabei die längste Hängebrücke der Welt erspähen kann, zum Hafen. Hier befindet sich eine kleine Galerie zum großen Erdbeben von 1995. Es dauerte 20 Sekunden, erreichte eine Stärke von 7,2 und forderte über 6.000 Menschenleben. Ein paar Quadratmeter aufgebrochenen Bodens und die Bilderfolge der Geschehnisse lassen uns regelrecht den Atem stocken und führen uns das vor Augen, worauf wir in der Erdbebenrüttelkammer vorbereitet wurden. Wirklich gut, wenn man weiß, was im Ernstfall zu tun ist.

Unterwegs in Chinatown

Nankinmachi - Chinatown Vom Hafen wandern wir weiter nach „Nankinmachi", Kobes Chinatown. Vor 120 Jahren entstand dieses Viertel, als chinesische Immigranten dort einige Restaurants eröffneten. Die Stadt ist aber auch noch für etwas anderes berühmt: Japans zweitgrößtes zusammenhängendes Gebiet für die Sakeproduktion. Wir wagen am Nachmittag einen Blick hinter die Kulissen der Herstellung des berühmten Reisweins. Nur Alex hat bei der Weinprobe trotz Warnungen wohl ein wenig zu viel gewagt und fällt für den Abend vermutlich aus…!

12. Tag – Citytour Osaka

Frauen in Osaka Der zentrale Bahnhof Umeda gleicht einem geschäftigen Ameisenhaufen, in dem eine Unmenge von Leuten in alle möglichen Richtungen durcheinander flitzen. Direkt vor den Türen des Bahnhofs wartet Japans Moderne darauf, sich ihren Besuchern zu präsentieren. Wir verschaffen uns daher vorsichtshalber erst einmal einen Überblick über die Stadt Osaka vom Dach eines ihrer modernsten Gebäude, dem Umeda Skybuilding. In einer Höhe von 173m genießen wir den wunderschönen, weiten Ausblick auf die Stadt der Flüsse.

Verrückte Welt: Ein Riesenrad auf dem Department-Store

Keine zehn Schritte getan und schon stehen wir vor einem beeindruckenden Kaufhaus mit aufgebautem Riesenrad. Shopping, Riesenradfahren und Essen, alles in nur einem Gebäude! Nach diesem Abenteuer machen wir uns auf zu einem Einkaufserlebnis der anderen Art: in der Einkaufspassage Doguya-Suji gibt es alles für den Restaurantbedarf – inklusive der lustigen Plastikimitate von Gerichten, die fast jedes Restaurant in Japan zieren. Alex bekommt hier endlich sein ersehntes Chefkochmesser und ich finde das Plastiksushi mit Bier so klasse, dass ich mir direkt eins einpacken lasse. Mal sehen, wer sich zu Hause alles damit foppen lässt…!

Walhaie hautnah erleben

Zum Abschluss des Tages besuchen wir entweder das Schloss von Osaka oder das berühmte Aquarium der Stadt.
Das Schloss von Osaka wurde ursprünglich 1586 von dem berühmten Samurai Toyotomi Hideyoshi erbaut und war damals die größte Bauanlage des Landes. Von den obersten Stockwerken des Schlosses hat man eine lohnende Rundsicht über die Stadt.
Bei dem Wort Aquarium hab ich bisher ja immer eher an Goldfische gedacht, aber die Fischlein hier messen locker zehn Meter – echte Walhaie, zum Anfassen nah! Der Appetit auf Fisch ist mir jetzt erst mal vergangen, ich bestell mir zum Essen lieber ein Steak.

13. Tag – Weißer Reiher

Von Kobe aus fahren wir nach Himeji und gehen dort auf den Flügeln des „Weißen Reihers", der Burganlage Himeji-jo, Himeji-jo spazieren. 1580 von Toyotomi Hideyoshi, dem zweiten Reichseiniger über­ nommen, galt sie lange als uneinnehmbar. Die weißen Mauern brachten ihr den Spitznamen „Burg des weißen Reihers“ ein. Schon lange ein nationaler Kulturschatz, wurde Himeji-jo 1993 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Gleich neben der Burganlage liegt der Koko-en-Park, dessen neun unterschiedliche Gärten exakt die Umrisse von neun ehemaligen Samurai-Residenzen nachzeichnen. Im Anschluss daran geht es weiter nach Kyoto – ich bin schon riesig gespannt auf die alte Kaiserstadt mit ihren jahrhundertealten Kulturschätzen!

14. Tag – Kimono und Kaiser

Wir spazieren durch den altehrwürdigen Kaiserpalast in Kyoto, der für die Allgemeinheit nur an 8 Tagen im Jahr Frauen im Kimono - Japan Jugendreise zugänglich ist. Hier also haben die Kaiser fast 1.000  Jahre lang gelebt! Kein Wunder, dass sie das heute nicht mehr tun, ohne Klimaanlagen und andere Annehmlichkeiten des modernen Lebens ist ihnen das wohl auch nicht mehr zuzumuten. Im Nishijin Textilzentrum kommen wir dann in den Genuss einer Kimono-Modenschau. Hübsch anzusehen sind die Mädchen dort ja schon, aber für mich wäre so ein Kleidungsstück vermutlich nichts – anziehen kann man sich so einen Kimono nämlich nicht ohne fremde Hilfe.

Ein Tempel aus purem Gold

Noch viel beeindruckender ist der goldene Pavillon (Kinkakuji). Die Konstruktion des offiziell Rokuonji genannten Tempels begann 1397 als Teil der Altersresidenz des Shogun Ashikaga Yoshimitsu. Nach dessen Tod im Jahre 1403 wurde der komplett mit Blattgold überzogene Kinkakuji zu einem Zen-Tempel umfunktioniert. Zum Abschluss gibt es dann so richtig Action: wir besuchen Eigamura, das größte Filmstudio Japans. Hier ist das alte Japan so perfekt nachgebaut, dass man sich im Tokio der Edo-Zeit wähnt. Wobei unser Reiseleiter-san sagte, dass es damals Edo und nicht Tokio hieß – sehr kompliziert das alles… Wie dem auch sei, hier sieht man sogar (fast) echte Samurai mit (fast) echten Ninja kämpfen und so richtig realistisch sieht das alles auch noch aus!

15. Tag – Tempel des klaren Wassers

Bei einem Rundgang im Bahnhof von Kyoto, einem Prunkstück der postmodernen Kiyomizudera japanischen Architektur, könnt ihr gleichzeitig den Spuren von Tezuka Osamu, dem „Gott des japanischen Manga“ folgen. Bewundert den Brunnen des Phönix, der Hauptfigur aus dem Manga „Hi no tori", und besucht eine exklusive Filmvorführung eines nur hier gezeigten Animes. In einem angeschlossenen Fanshop findet ihr zudem eine breite Auswahl von Artikeln rund um die Welt von Tezuka Osamu.
Nach unserem ersten Eindruck von Kyoto vertiefen wir diesen heute erheblich. Das Nijo-Schloss, erbaut in großer Pracht zur Demonstration der Macht der Shogune steht in krassem Gegensatz zum bewusst einfachen Baustil der japanischen Kaiser. Sehr beeindruckend finde ich die bemalten Wände und Schiebetüren des Shogunschlosses und vor allem auch die quietschenden Nachtigallenböden, die Alarmanlage der damaligen Zeit. Anscheinend war man in Japan auch schon in vorelektronischen Zeiten recht pfiffig bei der Erfindung nützlicher Gimmicks.

Heilendes Quellwasser

Nach einer kurzen U-Bahn-Fahrt und einem kurzen Fußmarsch sind wir beim Chion-in, dessen gewaltiges Eingangstor ziemlich beeindruckend ist. Nun steigen wir alle Treppenstufen zum Tempel hoch, was ja bekanntlich die Seele reinigen soll. Durch den Maruyama Park und den Yasaka-Schrein schlendern wir durch Ninenzaka und Sannenzaka – lange Gassen mit vielen kleinen Geschäften, in denen man uns gerne einige Köstlichkeiten zur Probe anbietet. Oben angekommen bietet sich uns ein herrlicher Ausblick über Kyoto, den wir vom riesigen Balkon des Kiyomizu-Tempels genießen. Unter der berühmten hölzernen Terrasse des „Tempels des klaren Wassers" kann man das Quellwasser, das dem Tempel seinen Namen verleiht, probieren. Es wird gesagt, es habe heilende Kräfte. Da bin ich allerdings etwas skeptisch – wenn alle von derselben Schöpfkelle probieren, kann das so gesund nicht sein…

16. Tag – Nara: Buddha & Co

Unser heutiger Ausflug führt uns nach Nara, der ersten festen Hauptstadt Japans. Begrüßt werden wir von den treuen BlickenTodaiji-Tempel zahmer Hirsche, die als Symbol der Stadt gelten und außerdem recht frech um Futter betteln. Gleich zu Beginn des Rundgangs wartet mit dem Kofukuji ein großes Highlight auf uns. Es beherbergt die höchste fünfstöckige Pagode des Landes. Nach einem Besuch im direkt daneben gelegenen Nationalmuseum geht es gleich weiter zum „Großen Ost-Tempel“ (Todaiji-Komplex) – dem größten hölzernen Gebäude der Welt mit der größten bronzenen Buddhastatue Japans in seinem Inneren. Die Leistung der Architekten und Bronzegießer von vor über 1.000 Jahren ist schon äußerst beeindruckend, vor allem, wenn man weiß, dass man in Europa erst im 19. Jahrhundert dazu imstande war.

Spaziergang im Laternenschein

Anschließend wandeln wir noch durch die Reihen der 3000 Laternen, die den Kasuga-Schrein schmücken, den Familienschrein der Fujiwara-Familie, die über mehrere Jahrhunderte die Geschichte Japans mitbestimmte.

17. Tag – Affentheater

Herbst

Kyoto liegt eingebettet inmitten bewaldeter Bergketten, in denen reißende Flüsse entspringen. Unser Zielhafen ist das malerische Arashiyama. Schon im 8. Jahrhundert kamen die Hofadligen hierher, um die Landschaft zu genießen. Wir besuchen auf einer kleinen Bergwanderung zuerst die dort lebenden Affen und fühlen uns gleich wie im Zoo. Nur diesmal andersrum, auf dem Gipfel des Iwatayama sind nämlich wir es, die im Käfig sitzen. Im Anschluss daran wandeln wir über die berühmte Togetsukyo-Brücke, schlendern durch Bambushaine und besichtigen den Zen-Tempel Tenryuji. Das UNESCO Weltkulturerbe ist mit einem in seiner ursprünglichen Form erhaltenen Landschaftsgarten aus dem 14. Jahrhundert geschmückt. Mit einem kurzen Abstecher durch die wunderschönen Bambuswälder endet dieser ereignisreiche Tag.

18. Tag – Ryokan

Wir verlassen Kyoto und fahren nach Gifu, gelegen im Zentrum Japans. Während der Fahrt mit dem Zug gewinnen wir immer mehr Eindrücke vom Land. Mit der Seilbahn geht es dann hinauf zur spektakulär Japan Reise Ryokangelegenen Burg Gifu, die auf dem Gipfel liegt und von der man einen atemberaubenden Blick über die Ebene von Sekigahara bis hin zu den japanischen Alpen genießen kann. Im Anschluss daran erwartet uns im Shoboji-Tempel die größte vergoldete Trockenlack-Statue Japans. Dieser große Buddha wurde 1832, nach 32 Jahren Bauzeit fertig gestellt und ist wirklich beeindruckend. Weiter geht es nach Nagoya, wo wir das zweitwichtigste shintoistische Heiligtum des Landes, den Atsuta-Schrein besichtigen. Hier soll eine der kaiserlichen Reichsinsignien, das Schwert Kusanagi-no-tsurugi, auf- bewahrt werden. Da dieses aber top secret ist, darf es niemand außer Kaiser und hochrangiger Priester sehen. Ob es das Schwert dann überhaupt gibt? Auch egal. Nicht weit vom Schrein wartet unser Hotel auf uns – diesmal ein traditionell japanisches Ryokan. Auf das japanische Bad dort freu ich mich schon riesig!

19. Tag – Schnell, schneller, Schinkansen

Shinkansen Schnellzug Morgens begeben wir uns Richtung Bahnhof, wo schon unser Shinkansen-Superschnellzug auf uns wartet. Mit etwas Glück kann man auf dieser Fahrt wohl den heiligen Berg Fuji sehen, laut Reiseleiter-san ist dieses Glück aber nur wenigen vergönnt. Nach einer entspannten Fahrt (Alex hat sogar geschnarcht) heißt uns die Hauptstadt Japans willkommen. Unser Hotel liegt in Asakusa, einem der belebtesten Viertel Tokios. Im Hotel stellen wir erst mal unser Gepäck ab und kommen nach kurzem Fußweg zum berühmten Kaminari-Mon, dem Donner-Tor, unter dessen riesiger roter Laterne wir hindurchgehen und uns sogleich auf der Nakamise genannten Einkaufsstraße befinden. Hier bekommt man einfach alles Mögliche – und noch viel mehr – alles Unmögliche…

Kultur pur

Endpunkt dieser Straße ist der Sensoji, besser bekannt als Asakusa-Kannon-Tempel, der im 7. Jahrhundert gegründet wurde, weil zwei Fischer eine Kannon-Statue aus dem Sumida-Fluss fischten und es deswegen für angebracht hielten, zu Ehren der Statue einen Tempel zu errichten. Auch heute noch wird er täglich von tausenden Gläubigen besucht. Nach dessen Besichtigung und ausgiebigem Souvenir-Shopping fahren wir mit dem Schiff auf besagtem Sumida-Fluss unter zahlreichen Brücken hindurch direkt zum Hamarikyu-Garten, dem einstigen Park der Shogune, bestens geeignet für Teezeremonien, Lustwandeln und Entenjagd.

Die In-Viertel Shibuya & Harajuku

Shibuya-Crossing Von hier nehmen wir die Tokio-Metro nach Shibuya, eines der Tokioter Szeneviertel und Tipp für die Nachtschwärmer. Dort werdet ihr auch das Mandarake sehen, DAS Spezialgeschäft für Manga, Anime und alles, was dazu gehört. Vor allem die freundlichen Angestellten werden euch die reinste Freude bereiten, denn es dürfen in diesem Geschäft nur Leute arbeiten, die Spaß am Cosplayen haben. Nachdem dieses ausgiebig besichtigt ist, geht es weiter nach Harajuku, dem Traum aller japanischen Teenies. Weit ist es nun nicht mehr nach Shinjuku, dem Geschäftsviertel. Hoch hinauf fahren wir hier, auf einen der Zwillingstürme des Metropolitan Government Building. Von der 45. Etage hat man einen sagenhaften Ausblick auf die Stadt und bei gutem Wetter kann man sogar bis zum Fuji-san sehen. Laut Auskunft unseres Reiseleiters ist aber auch dieses Glück nur wenigen vergönnt…

Im Bienenstock

Abends übernachten wir dann in einem echten Kapsel-Hotel. Da bin ich ja wirklich skeptisch, vor allem nach dem ersten Blick auf unsere „Betten“ – das sieht ja aus wie in einem Bienenstock. Nach einem Probeliegen finde ich es jedoch ziemlich bequem, das „Zimmer“ hat einen Fernseher und auch sonst alles, was man so braucht, und das Bad ist einfach super!

20. Tag – Akihabara – Mekka des Anime

Nach einem Bummel über den belebten Ameya-Yokocho-Markt begeben wir uns zu einem Rundgang durch den Ueno-Park, Anime Figuren Japans erstem Stadtpark. Diesen, bereits im Jahr 1882 gegründeten, Tierpark Japans kennt ihr sicher aus zahlreichen Manga und Anime. Ist hier doch der Ort, an dem typischerweise erste Dates zwischen einem meist unbeholf99999999enem männlichen Hauptcharakter und seiner Angebeteten stattfinden, die ja angeblich gar nichts von Ersterem wissen möchte. Berühmt ist der Tierpark allerdings auch für seine niedlichen Pandas und eine Vielzahl anderer exotischer Tiere. Einen besonderen Reiz stellt die Tatsache dar, dass sich direkt neben dem Tierpark der Kanei-ji Tempel befindet, dessen fünfstöckige Pagode als Hintergrund für die Wildgehege des Tierparks ein einmaliges Panorama entfaltet.

Everything is possible

Freut euch, denn anschließend besuchen wir das Mekka der Anime und Manga Fans, Akihabara, die Heimat des „Train man‘. Kaum aus dem Bahnhof heraus stehen wir schon vor dem Gamers Honten, einem fünfstöckigen Kaufhaus voll mit Artikeln, die euch die reinste Freude bereiten werden. Im Erdgeschoss findet man Zeitschriften und Neuheiten, im 1. Stock Manga und Artbooks, im 2. Stock DVDs und Blue Rays, im 3. Stock Videospiele, im 4. Modellbausätze und Goods und im 5. Trading Cards. Es gibt fast nichts, was es dort nicht gibt! Sobald ihr euch von diesem besonderen Kaufhaus lösen könnt, geht es weiter in die Hauptstraße, wo noch das Animate, Gamecenter und verschiedene Läden mit gebrauchten DVDs und Blue Rays auf uns warten. Auch werden wir Geschäfte finden, die die neuesten Elektronikartikel führen sowie einige Spezialläden für Dôjinshi, jene Fanmanga, die in Übersee kaum zu bekommen sind. Schon allein wegen der puren Menge, die hier zur Verfügung steht, dürftet ihr sicher etwas Passendes für euch finden. Zum Abschluss haben wir dann noch die Gelegenheit ein medo-kissa (maid-café) zu besuchen, einen jener geheimnisumwitterten Orte, die einem schon in so mancher Serie begegnet sind.

21. Tag – Nikko und seine Tempel

"Sage nicht „herrlich", bevor du nicht Nikko gesehen hast.“ sagt ein japanisches Sprichwort. Auch, wenn ich bei solchen Yomei-mon Toshogu-Schrein Sachen immer ziemlich skeptisch bin – diesmal hat das Sprichwort tatsächlich recht. Die Anlagen sind einfach überwältigend. Schon der vor 1200 Jahren gegründete Rinnoji-Tempel stellt so manches in den Schatten, aber absolut phänomenal ist der Toshogu-Schrein mit dem Mausoleum des Reichseinigers und Begründers der Tokugawa- Dynastie, Ieyasu Tokugawa, dessen Enkel die Errichtung dieses überdimensionalen Grabmals Anfang des 17. Jahrhunderts in Auftrag gab. Wie schon das Nijo-Schloss in Kyoto, so ist auch dieses Gebäude mit fantastischen Schnitzarbeiten versehen. Umso weniger kann man eigentlich verstehen, dass sich bis vor gar nicht allzu langer Zeit fast niemand an der ganzen Pracht erfreuen durfte. Na gut, die Schlösser bei uns konnten ja auch nur auserwählte Kreise betreten…

Zittrige Knie

Im Futarasan-Schrein steht die „Geister-Laterne", vor der nachts sogar schon mutige Samurai erschrocken sein sollen. Vielleicht wären wir besser im Dunkeln gekommen, um das nachvollziehen zu können? Im Anschluss daran sehen wir uns das Tayuin-Mausoleum an, das Grab des Erbauers des Toshogu-Schreins, Nummer drei in der langen Reihe der Tokugawa-Shogune. Nicht ganz so prächtig, aber ehrlich gesagt: Ich kann Japaner gut verstehen, die sagen, dass ihnen dieses Grabmal besser gefällt, als das andere – auch Schlichtes kann einen großen Reiz ausüben.

22. Tag – Messebesuch & Odaiba

Tokyo bei Nacht

Ihr möchtet Tokio von seiner verspielten Seite sehen? Dann freut euch auf die kunstvoll angelegte Insel Odaiba. Am heutigen Morgen steht dort ein spannender Messebesuch an. Je nach Reisetermin unterscheidet sich das Programm an diesem Tag.

Tokio Anime Fair

Im März lädt die Animetauschbörse „Tokyo International Anime Fair“ ein: Heute wartet ein Ereignis der Superlative auf euch. Die Tokio Anime Fair ist eine der bekanntesten und größten Animemärkte in Japan. Rund 270 Aussteller , darunter auch 55 ausländische, stellen ihre neuesten Kunstwerke vor und buhlen um die Aufmerksamkeit der begeisterten Fans. Und das ist noch lange nicht alles. Darüber hinaus werden hier die Tokio Anime Awards verliehen, sodass man heute schon die Werke der Stars von Morgen begutachten kann. Über 100. 000 Besucher waren im Jahr 2007 auf der Messe, Tendenz steigend! Also – worauf warten wir noch?

Comiket

Im August und Dezember erwartet euch die Mangamesse Comiket: Heute ist der Tag auf den ihr schon so lange gewartet habt, Tokyo Anime Fair der Tag des „matsuri", des wichtigsten Festivals für Fans der japanischen Populärkultur überhaupt, es ist der Tag des Comiket. Über 500.000 Besucher bei zwei Veranstaltungen im Jahr können sich nicht irren, hier gibt es die größte Auswahl an Mangas, Animes, Dôjinshis und sonstigen Fanartikeln, die ihr je gesehen habt. Etliche Zeichner, beispielsweise die Superstars von CLAMP, haben hier ihr Debüt gefeiert und vielleicht ergattert ihr ja sogar das Erstlingswerk des neuen Stars im Manga-Universum. Früh morgens steht ihr auf und brecht von eurem Hotel aus auf nach Ariake, so dass ihr pünktlich um 9 Uhr die „heiligen Hallen“ betreten könnt.

Tokyo Game Show

Im September öffnet die Video- und Computerspielmesse „Tokyo Game Show“ (TGS) für euch ihre Pforten: Heute erlebt ihr mit einem Besuch der Tokyo Games Show Tokyo Game Show einen weiteren Höhepunkt eurer Reise. Auf dieser wichtigsten Ausstellung der japanischen Videospielindustrie seht ihr heute schon die Games, die erst in ein oder zwei Jahren auf Deutsch übersetzt werden, wenn überhaupt. Und nicht nur das, ihr dürft sie sogar noch ausprobieren. Erlebt einen unvergesslichen Tag in der Welt von Super Mario, Final Fantasy, Resident Evil und Co.

Homerun der Giants

Messebesuche sind nichts für euch? Kein Problem, denn es wartet ein weiteres Highlight auf euch: japanischer Baseball. Ob der Klassiker „Touch“ oder die aktuelle Serie „Major", nicht wenige bekannte Manga drehen sich um eines der Lieblingshobbys japanischer Männer. Am heutigen Abend habt ihr die Gelegenheit in diese Welt hineinzuschnuppern, indem ihr ein Spiel der Yomiuri Giants, dem FC Bayern der japanischen Baseballliga, besucht. Im größten Stadion Japans, dem Tokyo Dome, erlebt ihr die Hingabe der japanischen Fans, wenn sie ihre Mannschaft anfeuern und mit etwas Glück könnt ihr sogar einige Homeruns bestaunen.

Rainbowbridge und Venus Fort

Nachmittags geht ihr entlang der Promenade des einzigen Sandstrandes von Tokio zum Gebäude von Fuji-Terebi. Ihr habt das Finale von Digimon gesehen, dann erwartet euch ein kleines „Aha"-Erlebnis. Rainbowbridge Dieses wird sich fortsetzen, wenn ihr euch ein wenig umschaut und die Rainbowbridge in ihrer vollen Schönheit, aber auch den Tokio Tower bestaunt. Anschließend geht es weiter zum Toyota Showcase und zur Venus Fort, wo ihr schnell merkt, dass es in Odaiba neben zahlreichen Sehenswürdigkeiten auch tolle Orte mit Mitmachaktivitäten gibt. Ein Spaziergang vorbei am Riesenrad wird sich bestimmt lohnen, da dieser als heißer „Dating spot“ der Verliebten bekannt ist, also nichts wie hin! Im Venusfort, einer der ungewöhnlichsten Shoppingmeilen der japanischen Hauptstadt, werdet ihr feststellen, dass auch in Tokio ein Hauch von Venedig existiert. Im Toyota Showcase könnt ihr neben Autos wie der „Emeraude" und der „Caldina“ (die Namen kommen einigen sicher bekannt vor ^^) schon heute die automobile Technik von Morgen beobachten und ausprobieren. Gegen Abend werdet ihr dann das große Riesenrad, ihr kennt es sicher aus dem Bleach-Movie „A middle of nowhere", besteigen und erlebt einen atemberaubenden Ausblick aus bis zu 115m Höhe über die Lichterwelt des Hafens, des Tokio Towers und der Rainbowbridge. Diesen Anblick, bei dem ihr einen Eindruck der japanischen Vorstellung zum Begriff „Romantik“ erhaltet, werdet ihr sicher so schnell nicht vergessen.

23. Tag – Mata-ne Japan

Tokyo bei Nacht

Heute heißt es Abschied nehmen – Sayonara, Japan! Wobei „sayonara“ ja eigentlich heißt, dass man sich etwas länger nicht mehr sieht und gerade das hoffe ich nun wirklich nicht! Vielleicht sollte ich also lieber sagen: „Mata-ne, Japan, bis demnächst!"

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